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Kaleidoskop




I, J

Idea-Engineering: Eine Kreativitätstechnik, bei der sich mündliche Diskussion und schriftliche Ideensammlung und -bearbeitung mehrmals abwechseln. Ein zentrales Problem wird zunächst in seine Teilprobleme zerlegt, wobei die Frage lautet: Wie ist das Problem entstanden? In einem 2. Schritt werden die Ursachen analysiert, die Erkenntnisse als Fragen auf Karten notiert, gesammelt und geordnet, woran sich die Entwicklung und Bewertung von Lösungsansätzen anschließt; abrundend wird dann ein Maßnahmenplan erstellt.

Idealog: Kreativitätsmethodik (nach Luther), die die 4 Phasen des kreativen Prozesses als Kreislauf abbildet und die, vergleichbar der CPS-Methodik und der Disney-Strategie, schritt- und abschnittsweise unterschiedliche Kreativitätstechniken vereinigt. Dabei verfolgt jede Phase ein fest umrissenes Ziel, beinhaltet einen definierten Set an Spielregeln und erfordert einen bestimmten Denkstil, um gemeinsam eine Lösung zu produzieren. Zum Einsatz kommt die Methodik im wesentlichen in beruflichen Problemlösungs- und Innovationsprozessen, bei Sitzungsgestaltungen und vermehrt auch im Bereich erfinderischer Ideenprozesse.

Ideenanalyse: Kreativitätstechnik (nach Luther), die mit einer strukturierten Fragesammlung vorliegende Ideen oder Lösungsansätze hinterfragt und so gezielt Stärken und Schwächen eines Vorschlags aufdeckt.

Ideenfusion: Ideenfindungstechnik, die die beiden Parameter „Funktion“ und „Werturteil“ zur Ideenfindung herausstellt und in Beziehung zueinander setzt; auf diese Weise entstehen in kurzer Zeit eine Vielzahl unerwarteter und inspirierender Lösungsmöglichkeiten. Bezogen auf eine Aufgabenstellung werden zunächst in einer Tabelle soviele Synonyme wie möglich gesammelt für die Funktion einer Aufgabe/ Unternehmung und für das Werturteil, das - z.B. durch eine Werbebotschaft - vermittelt werden soll; anschließend wird jeder Begriff der einen Spalte mit jedem der anderen in Beziehung gesetzt und zwar in beiden Richtungen.

Ideengenerator: Komplexe Ideenfindungstechnik (nach Luther), die in einem komplexen Ablauf verschiedene Variationen des Brainstormings miteinander kombiniert und die Beteiligten zielgerichtet und planmäßig gedankliche Grenzen überspringen lässt.

Ideenketten: Kreativtechnik, bei der Ideen oder selbständige Vorgänge als Glieder eines größeren Zusammenhangs begriffen werden - nach dem, ausgehend von einer ersten Ideenfindungsphase, gesucht wird; in gewisser Weise invers vergleichbar mit der Progressiven Abstraktion.

Ideenmosaik: Brainwriting-Variation, bei der alle Problemelemente oder Lösungsideen in Stichworten auf Karten notiert werden; alle Karten werden dann ausgelegt und zu unterschiedlichen, willkürlichen Kombinationen zusammengefügt, die eingefahrene Denkmuster auflösen sollen.

Identifikation: Kreativitätstechnik (nach Wack), die die, von einem Problem Betroffenen und ihre Sichtweise in die Lösungsentwicklung miteinbezieht. Zu einer gegebenen Aufgabenstellung werden alle Personen – oder auch Gegenstände – benannt, die davon betroffen oder daran beteiligt sind; dann übernehmen die Beteiligten nacheinander die Rolle jeder aufgeführten Gruppe und versetzen sich mit allen Sinnen in deren Situation, um aus deren Perspektive Lösungsansätze zu sammeln. Anschließend werden integrierte Lösungsideen entwickelt, die die verschiedenen Standpunkte und Perspektiven berücksichtigen und integrieren.

Imaginäres Brainstorming: Eine dem Was wäre wenn verwandte Ideenfindungstechnik, bei der, bezogen auf eine Aufgabenstellung, einige vorliegende Rahmenbedingungen außer Kraft gesetzt bzw. radikal geändert werden (Beispielsfrage: „Angenommen, wir hätten alle finanziellen Mittel, ...“); auch die Wahl eines imaginären Rahmens (z.B. der Besitz übermenschlicher Fähigkeiten wie: Supergirl) kann neue Lösungsideen stimulieren. Wirksame Methode zur Lösung von Denkblockaden

Imagine: Dem Was wäre wenn verwandte Ideentechnik, bei der zunächst ein Brainstorming durchgeführt zu den Rahmenbedingungen, die sich bislang einschränkend/ verhindernd auf eine Lösung auswirken; anschließend wird zu jeder der gefundenen Bedingungen ein Brainstorming in Bezug zur Aufgabenstellung durchgeführt, unter Annahme der Aufhebung dieser „Gegebenheit“.

Imagineering: S. Walt-Disney-Methode.

Info-W’s: S. Sechs W-Fragen.

Interplace®: Typisierungs-Methode (nach Belbin) zur Ermittlung persönlicher Verhaltenspräferenzen und Teamrollenprioritäten, mit Anwendungsschwerpunkten im Teambereich.

IPC: InnovationsPotenzial-Compass (IPC®) ist eine Präferenzcheck (nach Luther), der die individuellen Denkstil- und Aufgabenbearbeitungspräferenzen von Einzelpersonen und Teams ermittelt und in Form eines Denkprofils ausgibt. Es ist derzeit das einzige Persönlichkeitsinstrumentarium, das kompatibel zu einem Prozessmodell ist; es richtet sich durchgängig an der Idealog-Methodik, die den kreativen Prozess abbildet, aus.

Ishikawa-Diagramm: Ursachen-Wirkungs-Diagramm (nach Ishikawa), das sich zur systematischen Analyse der Ursachen eines Problems, vor allem im quantitativen (messbaren) Bereich eignet. In einem Flussdiagramm nach dem Fischgrätmuster wird am Kopfende das zu untersuchende Problem eingetragen, die vier Hauptarme werden mit den Begriffen Mensch, Maschine, Methode und Material beschriftet; anschließend werden in jedem Bereich Problemursachen gesammelt und in dem Diagramm visualisiert.




H.D.I.
Kaleidoskop