Leitbild

Typologien entspringen dem Bedürfnis, Menschen in "Gruppen" einzuordnen. Gruppen, die sich nach verschiedenen, definierten Merkmalen unterscheiden - und die in sich konsistent, und damit auch vorhersagbar sind.

Dieser Wunsch an sich ist nicht neu. Von jeher versuchen Menschen, andere Menschen zu typologisieren - d.h., von äußerlich sichtbaren oder ermittelten Merkmalen (wie z.B. Körperbau, Nasenform, Art des Ganges, Verhalten in einer definierten Situation etc.) auf innere Verhaltens- und Charaktermerkmale zu schließen und im folgenden dann darauf, wie sich diese Menschen vorhersagbar in einer bestimmten Situation verhalten würden - und dies möglichst eindeutig.

Begonnen im Altertum über die Freud´schen und Jung´schen Typologien scheinen wir bis heute nicht die Freude daran verloren zu haben, andere Menschen auf Grund solcher Typologien noch besser einschätzen zu wollen - und manchmal gar in "Schubladen" abzulegen. Der Grund ist oft ganz pragmatisch: Es geht darum, einzelne Gruppen unterscheiden zu können, um damit eine verlässliche Aussage zu treffen - z.B., um ein differenziertes Marketing zu betreiben. Die "Krönung" findet dieses Bestreben bei zahllosen Assessment-Centern, wo Berufsanwärter auf ihre (vermeintliche) Eignung für eine bestimmte Aufgabe hin typologisch "durchleuchtet" werden.

Willy Millowitsch: "Persönlichkeit ist die Schnittmenge aus allen Rollen, die man im Leben spielt."

Dazu die Stimme eines, der es wissen muss:
"Es gibt zwei Arten von Menschen auf dieser Welt:
solche, die alles in zwei Gruppen teilen und solche, die es nicht tun."

Kenneth Boulding, Íkonom


Wahrheiten ... und andere Landkarten

However (wie der Franzose so schön sagt), bedenken Sie dabei bitte folgendes: Typologien sind NICHT die Wahrheit! Sie verraten uns nicht, ... * was ein Mensch denkt * wie genau er sich stets und immer verhält * welche Reaktion er zwingend auf eine bestimmte Aktion hin zeigt (obwohl: das hätten die Legionen von Verkaufstrainern zwar gerne, die mit bestimmten Typologien im Koffer den Kunden "gründlich" und ach so korrekt abchecken, um dann schnell zum Verkaufsabschluss zu kommen).

Und noch eines: Typologien sind NICHT unabänderlich oder gar genetisch festgeschrieben - auch wenn das manche (sogar ... oder gerade ... der unten aufgeführten) Vertreter immer wieder behaupten .... und dazu die abenteuerlichsten Begründungen und (z.T. haarsträubendsten) pseudo-wissenschaftlichen "Belege" anführen! Neben inneren Dispositionen unterliegen alle Typologien so vielfältigen Bedingungen wie Erziehung, Umfeldeinflüsse, Entwicklung, Berufsanforderungen u.V.A.m..

Sie hören schon an dem ein oder anderen kritischen Unterton, was dieser Beitrag hier ...
... NICHT ist: ein unreflektiertes Loblied auf all das, was es gibt in diesem Sektor;
... ist: eine Darstellung des "Phänomen Typologisierung" und die Verknüpfung mit Kreativität.

Auf diesen Seiten finden Sie einen Überblick über bekannte Typisierungsansätze und ihre Bezüge zum Feld der Kreativität - namentlich der kreativen Persönlichkeit. Machen Sie sich im Folgenden selbst ein Bild davon, ...
... was einzelne "Schulen" so alles anbieten,
... welche Begründungen jeweils angeführt werden,
... und wo SIE einen Bezug und einen Nutzen für sich persönlich in Beruf und Alltag erkennen können.

Was sind Typologien - und was nutzen sie

Lesen Sie weiter, was Typologien eigentlich sind - und was ihr Nutzen ist.


Hier finden Sie mehr!